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Familie & FreundeSchutz & Hilfe „Ich bete heute für alle Kinder, die auf der Straße leben.
Es gibt viele Kinder, die nichts zu essen haben.
Bitte gib ihnen ausreichend Nahrung.
Ich bete auch für meine kleine Schwester und meinen Bruder.
Hilf, dass sie gut lernen.
Hilf meiner kleinen Schwester, gesund zu bleiben.“

Monhbayer, 14 Jahre, Mongolei
DankSchutz & Hilfe „Herr, unser Gott, ich danke dir für alles, was du bist.
Danke für das Kinderheim, in dem die Menschen sich gut um uns kümmern.
Ich bin dir dafür sehr dankbar.
Bitte schenke mir die nötigen Fähigkeiten, um gut lernen zu können
und bewahre mich vor schlechten Wegen.
Amen.“

Kind aus Ulan Bator, Mongolei

Sayn uu (sprich: sen o), hallo, ich bin Solongo. Mein Name bedeutet „Regenbogen“. Habt ihr schon mal von der Mongolei gehört? Es ist ein Land zwischen Russland und China und fast fünf Mal so groß wie Deutschland. Ich lebe in einem Heim für Straßenkinder in der Hauptstadt Ulan Bator. Als ich noch ganz klein war, haben mich fremde Leute hierher gebracht. Mama war noch sehr jung, als ich zur Welt kam. Man hat mir erzählt, dass sie nicht für mich sorgen konnte und dass sie auf der Straße gelebt hat. Ich weiß nicht, was sie jetzt macht. Manchmal bin ich deswegen sehr traurig, und ich wünsche mir, dass sie mich besuchen kommt.

Ich bin glücklich, dass ich nicht auf der Straße frieren muss. Ich habe mein eigenes Bett in einem Schlafsaal und bekomme regelmäßig etwas zu essen. Geschwister habe ich zwar keine, aber die anderen Kinder sind ein bisschen wie meine Brüder und Schwestern. Alle Kinder aus unserem Heim können hier auch zur Schule gehen. Am Morgen lernen wir Lesen, Schreiben und Rechnen und nachmittags können wir zum Beispiel Computerkurse machen.

Mongolei

Mongolei

Hauptstadt:
Ulan Bator
Sprachen:
Mongolisch & Russisch
Fläche:
1.564.100 km² (vier Mal so groß wie Deutschland)
Einwohner:
3 Mio. (Deutschland: 81,5 Mio.)
davon Kinder:
855.000 (Deutschland: 10,5 Mio.)
Religionszugehörigkeit:
Buddhisten (90 %), ohne Religion (39 %), Christen (2 %), Schamanismus (3 %)
Flagge:
Die beiden roten Streifen in der mongolischen Flagge stehen für Freiheit und Unabhängigkeit. Blau ist die traditionelle Farbe der Mongolen und das goldene Zeichen ist ein traditionelles Symbol für die Selbständigkeit des Landes.

Die Mongolei ist mit drei Millionen Einwohnern eines der am dünnsten besiedelten Länder der Welt. Viele Menschen ziehen als Nomaden mit ihren Tieren durch die weiten Steppen. Ihr Leben ist nicht einfach. Deswegen gehen immer mehr Menschen in die Hauptstadt Ulan Bator. Sie hoffen, dass sie hier Arbeit finden und ein sicheres Leben. Aber viele von ihnen können weder lesen noch schreiben, besitzen keinen Pass und auch kein Geld. Oft zerbrechen die Familien, und die Kinder schlagen sich alleine auf der Straße durch. Rund 1.000 Kinder und Jugendliche leben heute in Ulan Bator auf der Straße.

Menschenlöcher heißen die unterirdischen Kammern in der städtischen Kanalisation, in denen die Straßenkinder Unterschlupf finden. Das Labyrinth aus meterdicken Heißwasserrohren ist der einzige Ort, an dem sie bei Temperaturen bis zu vierzig Grad unter Null den langen Winter überleben können. Doch häufig verletzen sich die Jungen und Mädchen an den heißen Rohren. Außerdem gibt es hier viel Ungeziefer. Die katholische Kirche setzt sich sehr für die Jungen und Mädchen auf der Straße ein. In der ganzen Stadt gibt es rund 40 Einrichtungen für sie. Hier können die Straßenkinder essen, können heiß duschen und werden medizinisch versorgt. Außerdem können sie hier zur Schule gehen, damit sie später eine gute Arbeit finden und Geld verdienen können.

Fotos: Rolf Bauerdick / Kindermissionswerk