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Not & GewaltSchutz & Hilfe „Lasst uns für den Frieden hier in Mboro beten,
für die Straßenkinder, die Armen und die Kranken.
Lasst uns für die Menschen beten,
die in der Mine und der Fabrik arbeiten.
Der Friede sei mit ihnen.“

Christine, Senegal
Not & Gewalt „In unserem Land fällt immer wieder der Strom aus
und manchmal gibt es kein Wasser.
Im Senegal leben viele Menschen vom Betteln
und Kinder leben auf der Straße,
was ein schwieriges und gefährliches Leben ist.
Einige Familien leiden Hunger,
und dennoch haben wir ein sehr schönes Land mit vielen Mitteln und Möglichkeiten.
Wir möchten Frieden für den Senegal und unsere Region, die Casamance.“

Chrystian, Senegal

Doxna! Ich bin Aicha (sprich: Aischa) aus Ndondol. Doxna (sprich: dochna) ist ein Wort aus meiner Sprache, Wolof. Mein Dorf im Westen des Senegal heißt Ndondol. Meine Familie lebt recht einfach – Strom und fließendes Wasser gibt es nicht. Wir haben eine Hütte zum Wohnen und eine kleinere zum Kochen. Die Wände sind aus Holz und Lehm. Vor einigen Wochen hat Schwester Margaret, meine Lehrerin,  Mama und Papa einen Ofen gegeben, zum Testen. Er verbraucht nicht so viel Holz, denn das Feuer brennt in einem geschlossenen Metallbehälter. Der Kochtopf wird obendrauf gesetzt, und weil er einen Deckel hat, wird die Hirse schneller gar.

Ich bin echt froh, dass ich nicht mehr so viel Holz sammeln muss. Das ist bei uns leider Mädchenarbeit. Oft musste ich noch vor der Schule los, um trockene Äste zu suchen. Mit dem neuen Ofen reicht es, wenn ich zwei- oder dreimal pro Woche Holz sammeln gehe. Schwester Margaret sagt, dass es nicht gut ist, wenn die Bäume zum Feuermachen gefällt werden. Sie sind wertvoll und wichtig für die Umwelt.

Senegal

Senegal

Hauptstadt:
Dakar
Sprachen:
Französisch, Wolof u.a
Fläche:
197.000 km² (halb so groß wie Deutschland)
Einwohner:
13 Mio. (Deutschland: 81 Mio.)
davon Kinder:
5,8 Mio. (Deutschland 11 Mio.)
Religionszugehörigkeit:
Muslime (94 %), Christen (4 %)
Flagge:
Für die Bedeutung der drei senkrechten Streifen gibt es unterschiedliche Interpretationen. Eine weit verbreitete besagt: Grün steht für die Religionen des Landes (Islam, Christentum, Urreligionen), Gelb für Naturreichtum und Wohlstand, und Rot für den Unabhängigkeitskampf und das vergossene Blut der Kolonialzeit. Der fünfzackige Stern steht für Freiheit und Hoffnung.

Ganz im Westen Afrikas liegt der Senegal. Während in der Hauptstadt Dakar die Straßen geteert sind, gibt es auf dem Land Sand- und Lehmpisten. Um in die Stadt zu kommen, muss man auf das Buschtaxi warten, das oft nur einmal am Tag fährt. Das sind kleine Busse, die erst losfahren, wenn sie voll sind. Alles, was die Leute mitnehmen wollen, wird aufs Dach geladen: Koffer, Pakete, Möbel, manchmal sogar Schafe oder Ziegen. Für die Ernte oder zum Einkaufen auf dem Markt benutzen die Menschen einfache Eselskarren. Aber längst nicht jede Familie hat einen. Die meisten Wege legen die Leute zu Fuß zurück. Viele Kinder gehen jeden Morgen eine Stunde oder länger zur Schule und nachmittags wieder zurück.

Die meisten Häuser auf dem Land haben weder Strom- noch Wasseranschluss. Wasserstellen, an denen es immer sauberes Wasser gibt, sind ein großer Fortschritt. Mit Hilfe des Kindermissionswerks konnten bereits viele gebaut werden. Wasser holen ist Aufgabe der Mädchen: In Eimern balancieren sie das wertvolle Gut oft viele Kilometer nach Hause. Der größte Teil des Landes liegt in der sogenannten Sahelzone, die sich wie ein Gürtel quer durch Afrika zieht. Dort regnet es nur zwischen Juli und Oktober. Der Rest des Jahres ist trocken und heiß. Fällt genug Regen, dann kommen die Menschen mit ihrer Ernte über das Jahr – wenn nicht, leiden sie oft Hunger und brauchen Hilfe. Darum sind auch aus fast jeder Familie Menschen weggezogen. Viele gehen in die Hauptstadt Dakar. Einige versuchen auch in Europa ihr Glück.

Fotos: Rolf Bauerdick, Stefanie Wilhelm / Kindermissionswerk