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Familie & FreundeNot & Gewalt „Jesus, lass zuhause Frieden herrschen.
Mein Vater schlägt immer meine Mutter.
Wenn meine ältere Schwester und ich ihn daran hindern wollen,
schlägt er uns auch. Unser Zuhause ist die Hölle.
Bitte erhöre mein Gebet.
Amen.“

Sephula, 14 Jahre, Südafrika
Schutz & Hilfe „Lieber Gott,
Ich habe Angst vor dem Wal.
Bitte hilf mir, wie Jona zu werden.“

Nyangensimbi, 6 Jahre, Südafrika

Mbote, das heißt „Hallo“ in meiner Muttersprache Lingala. In meiner Heimat, der Demokratischen Republik Kongo, sprechen viele Leute Lingala. Früher hat unsere Familie dort in der Nähe der Hauptstadt Kinshasa gewohnt. Aber 2005 mussten wir nach Südafrika fliehen, da es im Kongo Krieg gab. Nur mein Vater ist leider im Kongo geblieben, weil er dort eine Arbeit hatte. Ich vermisse ihn sehr.

Heute wohne ich mit Mama und meinen fünf Geschwistern in einer der größten Städte Südafrikas: Johannesburg. Viele Familien sind aus anderen afrikanischen Ländern hierher gekommen. Manche mussten vor Kriegen fliehen, andere hoffen, eine gute Arbeit zu finden. Oft haben die Einwanderer keinen Reisepass. Unsere Familie wohnt in einer kleinen Wohnung. Im Schlafzimmer haben wir vier Betten, in denen wir jeweils zu zweit schlafen.

Als ich hierher gekommen bin, konnte ich kein Wort Englisch. Aber zum Glück gibt es das „Three2Six-Projekt“. Von drei bis sechs Uhr nachmittags werden wir hier unterrichtet, daher kommt auch der Name. Inzwischen spreche ich richtig gut Englisch. Ich hoffe, dass ich später eine gute Arbeit finde und dass wir wieder als Familie im Kongo leben können.

Südafrika

Südafrika

Hauptstadt:
Pretoria
Sprachen:
isiZulu, isiXhosa, Englisch, Afrikaans u.a.
Fläche:
1.219.090 km² (dreieinhalb Mal so groß wie Deutschland)
Einwohner:
49 Mio. (Deutschland: 81 Mio.)
davon Kinder:
14 Mio. (Deutschland 11 Mio.)
Religionszugehörigkeit:
Protestanten (37 %), Katholiken (7 %), Muslime (1,5 %), andere christliche Religionen (36 %)
Flagge:
Es gibt ganz unterschiedliche Erklärungen für die Farben der südafrikanischen Flagge. Eine davon lautet: Rot steht für das Blut, das während der Befreiungskämpfe vergossen wurde, Weiß für die weiße Bevölkerung, Grün für die Landwirtschaft, Gelb für die farbige Bevölkerung oder den Reichtum an Bodenschätzen, Schwarz für die schwarze Bevölkerung und Blau für die Ozeane.

Südafrika – denkt ihr da nicht auch direkt an die Fußballweltmeisterschaft 2010 oder an den Krügerpark im Nordosten des Landes? Elefanten, Giraffen und Löwen sind nur drei von 150 Säugetierarten, die im ältesten afrikanischen Nationalpark leben. Südafrika ist auch als „Regenbogennation“ bekannt, weil es hier so viele unterschiedliche Kulturen gibt. Leider haben die nicht immer friedlich zusammengelebt. Obwohl die große Mehrheit der Bevölkerung schwarzafrikanischer Herkunft ist, wurde sie viele Jahre unterdrückt. Sie mussten weit weg von der weißen Bevölkerung wohnen, andere Busse nutzen und Kinder mussten sogar getrennte Schulen besuchen.

Seit knapp 20 Jahren gibt es zum Glück keine Rassentrennung mehr und die Situation der schwarzen Bevölkerung hat sich sehr verbessert. Trotzdem leben viele von ihnen noch immer in Wellblechhütten in Armenvierteln. Dabei ist Südafrika ein sehr reiches Land. Vor allem der Bergbau, die Autoindustrie und Touristen bringen große Einnahmen. Viele Menschen aus anderen afrikanischen Ländern kommen nach Südafrika. Oft fliehen sie vor Kriegen oder hoffen, hier ein besseres Leben zu finden. In Johannesburg gibt es tausende Flüchtlingskinder aus dem Ausland. Sie haben meist keinen Ausweis und kein Geld und die Sprache ist ihnen meist fremd. Wir vom Kindermissionswerk unterstützen sie, damit sie sich in der Fremde zurechtfinden und zur Schule gehen können.

Fotos: Alice Smeets / Kindermissionswerk